„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten“, das wusste bereits Goethe. Und wo wenig Licht und stattdessen tiefschwarzer Schatten ist, wird trotzdem fotografiert. Dies beweist zum Beispiel der Fotograf Oliver Krebs mit seinem Buch „Signal & Rauschen“, das im @kehrerverlag erschienen ist. Meistens wird der Schatten nur als Rauschsignal interpretiert, das die eigentliche Information eines Fotos überlagert. Bei Oliver Krebs rückt hingegen der Schatten selbst in den Fokus – und paradoxerweise auch ins Licht, das zum Fotografieren nötig ist. Diese Beleuchtung darf auch metaphorisch als das Licht der Erkenntnis gedeutet werden, die selbst eine Erfahrung des Dunkels mit sich bringen kann.

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