Katalog mit 37 Abbildungen | Texte von Andreas Schlägel und Oliver Krebs
42 Seiten | Klebebindung | 21 x 24,5 cm

EN | Images from the outback of our self

Bilder aus dem Hinterland unseres Selbst

Die Fotografien von Oliver Krebs dokumentieren fiktive Momente in einer alltäglichen Realität, seine Schnappschüsse halten gefundene Momente fest, die dennoch sorgfältig inszeniert sind. Nicht um im Bild theatralisch überhöht oder monumentalisiert zu werden, und noch weniger um Authentizität zu behaupten.

Für den Fotografen bilden sie „ein Hinterland unseres Selbst. Gestaltung rückt in weite Ferne. Was bleibt ist eine nüchterne Direktheit.“

Die Menschen, die hier auftauchen, sind kaum erkennbar, lediglich halb anwesend. Sie halten sich fast immer an Orten des Übergangs auf, die kaum je genauer benannt werden können, anonym wirkende Transiträume. In einer Bildsprache die sich aus architektonischen Details speist, werden Passanten, Spiegelungen, Schatten, Licht, durch Sichtachsen zusammengeführt und zu einander in Beziehung gesetzt, wenn auch nur für einen Moment, im Auge des Betrachters und im Bild des Fotografen. Silhouetten hinter schmutzigen Scheiben, Schatten pflanzlichen Wildwuchses, das Spiel des Lichts auf einer geknautschten Baufolie oder auf Platten, die als Verkleidung eines Gebäudes dienen, und deren Fugen ein nicht ganz regelmässiges Raster erzeugen, sind diese Aufnahmen von beinahe provozierender Beiläufigkeit. Aber in derartigen Kombinationen lässt sich bei aller Banalität eine subjektive Wahrnehmung nachvollziehen, die an einer malerischen Auseinandersetzung mit der visuellen Umgebung geschult ist. Wie in der Sicht durch eine Gardine auf eine Rakete: unterschiedliche und gegensätzliche Ebenen bindet der Künstler in seine Bilder ein, und verbindet zufällige und konstruierte Ereignisse zu komplexen Bildkompositionen. In diesen zeichnen sich Themenfelder ab, die Entgrenzung und Subjektivität anhand dem Wechselspiel von physischen und symbolischen Grenzen im zeitgenössischen urbanen Raum thematisieren.

Images from the outback of our self

The photographs by Oliver Krebs document fictional moments in an everyday reality; his snapshots capture found moments which are carefully staged. This is not for them to become theatrically elevated or monumentalized, much less to claim for authenticity.

For the photographer they form a “outback of our self. Leaving design behind. What remains is some sober directness”.

The people appearing here are difficult to discern, are only halfway present. Almost always they occupy anonymous-seeming transit spaces which for the most part defy more precise definition. In a visual language informed by architectural detail, passers- by, reflections, shadows, and light are brought together by visual axes, and are set in relation to one another, if only for one moment, in the eye of the beholder, and in the image by the photographer. Exposures of silhouettes behind dirty window, of shadows cast by proliferating vegetation, of the play of light on crumpled plastic sheetingor siding panels with the gaps in between creating an ever so slightly irregular grid pattern, are of near provocative casualness.Yet within combinations of such type, and notwithstanding any utter banality about them, a subjective perception can be reconstructed which is trained by a painterly examination of the visual environment. As is the case with the view through a
drape onto a rocket: the artist incorporates different and opposing planes into his pictures and combines both arbitrary and constructed events into complex visual compositions. Therein thematic fields emerge exploring dissolution and subjectivity by way of the interplay of physical and symbolic boundaries within contemporary urban space.

Text: Andreas Schlägel

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Golden Record

One does not meet oneself until one catches the reflection from an eye other than human.
– Loren Eiseley

Die Fotografie umgibt, durch ihre Möglichkeit, die Dinge „unmittelbar“ abbilden zu können, immer der Nimbus des Wahren und Dokumentarischen. Diese Eigenschaft scheint sie selbst im Zeitalter des vernetzten Bildes nicht vollständig verloren zu haben. Unsere Bilder sind unsere Geschichten, ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation und Kultur. Wir teilen sie gerne und oft. Im Netz kursiert eine Suppe von Bildern (Food-Shots, How-tos, Selfies, News etc.). All diese Bilder sind gemacht worden, um zu erzählen. Nicht vom großen Ganzen, sondern oft nur von einer Trivialität, einem Detail. Dieses Mosaik an Aufnahmen definiert unsere Fotografie. Gerade weil Bilder ihren Weg zum Betrachter nur noch zufällig finden, ist ihre Rezeption eine Herausforderung. Durch den weitgehend neutralisierten Kontext, in dem sie auftauchen, wird eine empathische Leistung gefordert, die über die des ästhetischen Empfindens hinausgeht. Der Bereich zwischen Erkennen und Interpretieren lässt viel Raum für unsere eigenen Projektionen. Dies ist auch der Schlüssel für die Kommunikation auf Instagram und anderen Bildwelten, in die wir gerne eintauchen. Bilder zu erkennen, sie uns anzueignen, ist uns Menschen lebenswichtig – auch wenn es zuweilen Klischees sind. Wir, die Betrachter, sehen immer noch diese Authentizität in unseren Schnappschüssen. Wir suchen und finden die Glaubwürdigkeit in Bildern, deren Integrität wir nicht kennen können. Erkennen wir in dieser Kommunikation Attribute, die wir für unsere Existenz brauchen? Eine Katharsis durch Projektion? Festzuhalten ist, dass solange wir die Kraft zur Interpretation finden, die Wahrnehmung von Bildern nach wie vor gut funktioniert!
Die Suche nach Kriterien, die bei ihrer Herstellung und Auswahl an Relevanz gewinnen, hat meinen Blick auf ein absurd anmuten- des Projekt gelenkt. 1976 bildete die NASA eine Kommission, um 115 Bilder zu selektieren, die, als Datensatz auf eine goldene Platte geprägt, auf die Reise durch das Weltall hin zu exterrestrischen Intelligenzen geschickt werden sollten. Seit 1977 sind im Rahmen der Voyager-Mission zwei Exemplare dieser Platte auf dem Weg durch die Unendlichkeit. Die Idee, die gesamte Menschheit, unseren Planeten Erde in seiner Vielfalt irgendwo und irgendwann in Raum und Zeit einer wie auch immer gearteten Intelligenz vorzustellen, ist ebenso grandios wie befremdlich. Zugleich ist das Selbstverständnis, sich zu erklären, aber sehr menschlich und liebenswert. Welche Kriterien liegen einer solchen Auswahl zugrunde, und was sagen sie über unser Selbstverständnis und unseren Umgang mit Fotografie aus? Auch die Bilder betrachtenden Aliens, die potentiellen Adressaten, sind Teil dieses Verständnisses. Die Kommission be- stand aus sieben Mitgliedern und traf sich unter der Leitung von Carl Sagan in Honolulu, um über die Auswahl der Motive zu beraten. In dem Band „Murmurs of Earth“ erinnern sich Carl Sagan und Jon Lomberg an die Herausforderungen dieses speziellen Auftrags.

Ein Hauptkriterium war: Schicke zu möglichen exter- restrischen Betrachtern Informationen über die Erde und ihre Bewohner, die sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht selbst besitzen.
– Carl Sagan

Ich habe mir Bilder angeschaut und mir vorgestellt, dass ich sie nie zuvor gesehen habe. Wie könnten sie missverstanden werden? Ist etwas mehrdeutig? Wie lassen sich Größenverhältnisse ableiten?
– Jon Lomberg

In der Auswahl der Bilder waren wir mit zwei wider- sprüchlichen Anforderungen konfrontiert: Die Bilder sollten so viele Informationen wie möglich enthalten und gleichzeitig so einfach wie möglich zu verstehen sein. Ein Weg schien mir, Bilder mit sehr wenigen Informationen an Bord zu haben. Hauptsächlich, um den Adressaten dabei zu helfen zu verstehen, wie wir Bilder sehen.
– Jon Lomberg

Was Jon Lomberg hier vorbringt, ist sehr didaktisch und bleibt der menschlichen Wahrnehmung verhaftet. Andere Kommissionsmitglieder fanden einen genialischen Zugang:

Hier, wie bei vielem anderen auf der Voyager-Platte, sind wir davon ausgegangen, dass der wahrscheinliche Adressat sehr viel weiter entwickelt ist, als wir es sind.
– Carl Sagan

Sich einen Adressaten vorzustellen, der mit allen nötigen Eigenschaften und Fähigkeiten ausgestattet wäre, erleichterte der Kommission die Wahl. Das wichtigste Ziel, „verstanden zu werden“, schien mit dieser Annahme greifbar zu sein. Die hier vorgenommene Auswahl an Motiven teilt sich in folgende Kapitel: Einen Prolog, der als Begrüßung eine Definition des Fundaments unserer Biologie und Chemie skizziert, dann folgt die Vorstellung des Menschen, der Natur und Kultur und ab- schließend ein Epilog. Man hat die Fotografien zum Teil mit Daten (Größen, Entfernungen) im Bild kommentiert. Dort, wo die „nackte“ optische Abbildung als unzureichend empfunden wurde, hat man zusätzlich Diagramme erstellt, die aus menschlicher Sicht den Sachverhalt erklären.

Prolog

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang das erste Bild: ein Kreis in einem Quadrat. Es definiert eine Art Begrüßung, ein „Hallo“. Man wollte es dem Finder einfach machen, die Schwingungen auf der Platte als Abbildung zu interpretieren. Eine primäre Abbildung, die einfach nur erklären sollte, dass es sich bei den analog gespeicherten Informationen um Bilder und nicht um Audiodaten handelte. Der Kreis ist auch physisch als Gravur an der Sonde angebracht worden. Er schlägt so die Brücke zwischen wirklicher und abgebildeter Welt. Andere Abbildungen, es sind ebenfalls keine Fotos, definieren die Erde, das Sonnensystem und die chemische Beschaffenheit sowie das Spektrum unseres Sonnenlichts.

Der Mensch

Wie die gesamte Auswahl ist auch dieser Teil sehr deskriptiv. Besonders schwer hat man es sich mit der Darstellung der Fortpflanzung gemacht. In dieser Thematik kondensieren unsere sittlichen Begrifflichkeiten. Die Auswahl hält sich in diesem Punkt an die ethischen Vorgaben der NASA.

Es schien unwahrscheinlich, dass eine wie auch immer geartete Abbildung des Fortpflanzungsaktes, egal wie explizit, von den Aliens als Pornografie aufgenommen werden würde. […] Wir haben eine Abbildung gewählt, die wir als besonders geschmackvoll erachteten.
– Jon Lomberg

Natur

Dass man sich entschieden hat, im folgenden Teil „Präsentation“ den Blick vollständig vom Menschen weg zu rich- ten und ihn aus der Beschreibung der Jahreszeiten, des Wetters, der Flora und Fauna zu eliminieren, ist bemerkenswert. Lediglich als Maßstab für die relative Größe der einzelnen Lebewesen wird er herangezogen. Das Bild eines „neutralen“ Menschen, der nicht in die Natur eingreift, wird hier postuliert. Es gibt nicht eine Abbildung, die Müll, Zerstörung oder gar Kriege zeigt.

Kultur

Wir sehen Jagdszenen, Landwirtschaft, Handwerk, Architektur, Porträts. Es gibt in diesem Abschnitt eine Montage aus zwei Bildern. Im ersten Abschnitt isst ein Mann Trauben. Das Foto wirkt sehr archaisch. Es wurde ursprünglich gewählt, um die Hand als Werkzeug zu erklären. Frank Drake wollte es mit Trauben kontrastieren, die wir in einem Supermarkt finden. Ihm war es wichtig zu zeigen, dass wir Menschen uns entwickelt haben. Da kein passendes Bild gefunden wurde, hat man es selbst produziert. Die Impression aus dem Supermarkt ist der einzige Verweis auf Tauschwirtschaft oder Geld. Im Hintergrund sind Preise zu erkennen. Auch von Kunstgegenständen oder sogenannten Meisterwerken hat man sich ferngehalten. Die Kommission fühlte sich nicht in der Lage zu entscheiden, was einer Entsendung würdig wäre und was nicht. Vielmehr wurde der Ruf nach einer zweiten Kommission laut, dafür fehlte dann aber die Zeit. Religiöse Themen wurden ebenso gemieden. Es finden sich keine Kirchen oder Tempel unter den abgebildeten Gebäuden. Die Vielfalt der Religionen auf unserem Globus schien zu überwältigend zu sein. Nationalstaaten, Grenzen, Flaggen, Territorien, die den Hintergrund vieler Konflikte bilden, haben ebenfalls nicht in das Weltbild der Kommission gepasst. Sie bemühte sich redlich eine Welt zu zeichnen, in der wir harmonisch in einer Gemeinschaft leben. Am Rande sei bemerkt, dass die NASA bei der Auswahl auch immer darauf achtete, die Bildrechte zu wahren. Auch wenn dies bei einer Auswertung in unbestimmter Zeit an einem unbestimmten Ort, in frühestens einer Milliarde von Jahren, rechtlich kaum fassbar wäre.

Epilog

Die letzten drei Bilder, darunter ein Sonnenuntergang, eine der 18 Farbtafeln, wurden gewählt, um den „Planeten in seinen schönsten Farben“ zu zeigen. Es folgen zwei musikalische Szenen, die darauf verweisen sollen, dass der Rest der Platte mit Musik unserer Zivilisation gefüllt ist. Die Auswahl der Kommission macht deutlich, dass die Fotografie als deskriptives Instrument schnell an ihre Grenzen stößt. Kriterien, die einer Dramaturgie oder Didaktik folgen, werden der Sprache der Bilder nicht gerecht. Der Exkurs verdeutlicht aber auch, wie sehr wir geneigt sind verstehen zu wollen, was unsere Bilder zeigen. Um an das vorne stehende Zitat von Loren Eiseley, das Jon Lomberg in seinem Beitrag in „Murmurs of Earth“ anführt, anzuknüpfen: Auch wenn es im Glanz der Augen unserer Mitmenschen ist. So eng die Grenzen der fotografischen Abbildung beim „formellen“ Beschreiben scheinen, so viel Platz lassen sie im „Informellen“, um uns selbst zu erkennen.
Ob uns dies bei der Rezeption dieser Ausstellung hilft, bleibt offen. Es sind die Bilder, die um eine Selbstverständlichkeit ringen. Unsere Welt beleuchtet von einem fremden Stern?

Falls solche Lebewesen noch nichts von der Erde gehört haben, sind die gezeigten Informationen nicht nur informativ, sondern auch nützlich. Sollte ihnen die Erde aber in ferner Zukunft schon bekannt sein, würde die Aufzeichnung zumindest einen psychologischen Einblick geben in das, was einigen von uns wichtig war, über uns selbst zu erzählen.
– Jon Lomberg

Text: Oliver Krebs


Golden Record

One does not meet oneself until one catches the reflection from an eye other than human.
– Loren Eiseley

Photography, with its ability to capture things “directly,” has always had an aura of documenting the truth. Even in our age of Internet imagery, it appears not to have lost this property entirely. Our photographs are our stories, an important part of our communication habits and culture. We share them gladly and often. On the Internet, a vast sea of images circulates continuously (food shots, how-tos, selfies, news, etc.). All these pictures have been made to tell a story – not a sweeping epic, but often a mere trifle, a detail. This mosaic of images defines our photography today. Because these images find their way to viewers only at random, their reception presents a challenge. The largely neutralized context in which the images appear demands the exercise of an empathy that goes beyond the mere aesthetic sense. The realm between recognition and interpretation leaves plenty of room for our own projections. This is also the key to communication via Instagram and the other picture worlds in which we like to immerse our- selves. Identifying with and appropriating images is vital to human life – even if some of them are mired in clichés. We, the viewers, still attribute an authentic quality to snapshots in particular. We seek and find credibility in images, the integrity of which we can, in fact, not verify. In this form of communication, we seem to discover properties that we need for our existence – catharsis by projection? It must be noted that, as long as we find the strength to interpret them, the perception of images still functions quite well!
The search for criteria by which to judge images, which is becoming increasingly relevant in their production and selection, brought to my attention a seemingly absurd project. In 1976, NASA set up a committee to choose 115 images that would be encoded as a dataset on a golden phonograph record and then sent on a journey through outer space to communicate with potential extraterrestrial intelligence. Two copies of this record have been travelling through infinity ever since 1977 as part of the Voyager mission. The idea of portraying the whole of humankind living on our planet Earth in all its diversity to some form of intelligence that would receive this information at some distant point in space and time is gloriously absurd. But our need to explain ourselves to others is all too human and endearing. On what criteria could such a selection be based, and what do our choices say about our self-image and our attitude toward photography? Our visions of the aliens that might one day contemplate these images, i.e. the potential addressees, also reveal much about how we see ourselves and our world. The selection committee was made up of seven members, and it was chaired by Carl Sagan. The members met in Honolulu to discuss the choice of motifs. In the book “Murmurs of Earth”, Carl Sagan and Jon Lomberg reminisce about the project and describe the criteria on which the committee based its work:

There were a number of principles behind our selection of pictures for the Voyager record, but the chief one was this: send to any possible extraterrestrial auditors information about the Earth and its inhabitants that they are unlikely otherwise to find themselves in possession of.
– Carl Sagan

I would look at pictures and try to imagine that I’d never seen the subject before. How could the photograph be misinterpreted? What was ambiguous? How could scale be deduced?
– Jon Lomberg

In choosing pictures, we were faced with two contradictory demands: the pictures should contain as much information as possible, and they should be as easy to understand as possible. It seemed to me that one solution would be to have on board some pictures with very little information, primarily to help the recipients understand how to see pictures.
– Jon Lomberg

Interestingly, Lomberg takes a very didactic position on the poential reception of the images, one rooted in human perceptual capabilities.Other committee members came up with a more ingenious approach:

Here, as with much else on the Voyager record, we recalled that the likely recipients would be much more advanced than we.
– Carl Sagan

To imagine an addressee equipped with all the necessary attributes and skills to comprehend them made the selection easier. Based on this assumption, the paramount goal of “being understood” appeared to be within reach. The resulting selection of motifs is divided into several chapters: a prologue consisting of a greeting and an explanation of the foundations of our biology and chemistry, followed by an introduction of the human being, and then of nature and culture, and finally an epilogue. Some of the photographs were accompanied by data on what was depicted (sizes, distances). Where the “bare” optical depiction was deemed insufficient, supplementary diagrams were created to explain what was shown from the human point of view.

Prologue

Noteworthy in this connection is the first picture: a circle in a square. This was supposed to be a kind of “Hello” that would make it easier for those finding the record to interpret the oscillations on it as pictures. As a primary illustration, it was meant to explain in simple fashion that the information stored in analogue form on the record consisted of images rather than audio data. The circle is also physically engraved onto the Voyager probe. It thus bridges the gap between the real world and the one depicted. Other non-photographic images define the Earth, our solar system, and the chemical composition and spectrum of our sunlight.

The Family of Man

Like the rest of the selection, this part, too, is very descriptive. The makers of the record had particular difficulties with deciding how to represent human reproduction. This is one subject that tends to distill our conceptions of morality.On this point, the selection adheres to the ethical standards of NASA.

It did not seem likely to us that any depiction of human reproduction, no matter how graphic, might be perceived as pornographic by the recipients. […] we selected a photograph we considered to be extremely tasteful.
– Jon Lomberg

Nature

The decision to completely avert the gaze from humanity in the next part of the “presentation” and to exclude humans from the description of the seasons, weather, flora, and fauna, is remarkable. Man was mentioned here only as a gauge for the relative size of the various organisms. This selection of images thus postulates a “neutral” human being who does not intervene in nature. There are no pictures showing waste, destruction, or – of all things – war.

Culture

Here, we see hunting scenes, agriculture, and crafts, as well as architecture and a few portraits. This section also contains an interesting montage of two images. The first depicts a man eating grapes in a photo that looks very archaic. It was originally chosen to explain the use of the hand as a tool. Committee member Frank Drake wanted to contrast it with the grapes we buy at the supermarket. It was important to him to show how we humans have progressed. As no suitable image could be found, one was produced especially for this purpose. The supermarket scene is also the only reference to a barter economy or to money, since prices can be seen in the background. No images of art objects or so-called masterpieces are included on the record. The committee did not feel qualified to decide what was worthy of sending or not. Instead, many felt that a second committee should be set up, but there was no time for that. Religious themes were avoided as well. There are no churches or temples among the depicted buildings. The diversity of religions on our planet was evidently too overwhelming. Nation-states, borders, flags, territories – all the stuff of which so many conflicts are made – were evidently likewise not part of the committee’s world view. It tried to candidly paint a picture of a world in which we all live harmoniously in one big community. It should be mentioned in passing that NASA always made sure to respect the copyrights for the images chosen – even if in this particular case, with the rights being exploited at an indefinite time in an indeterminate place, at the earliest one billion years in the future, the details would be hard to legally codify.

Epilogue

The three final images depict a sunset – one of eighteen color plates, it was chosen to depict the “planet in its most beautiful colors” – and two music scenes to alert the viewer to the fact that the rest of the record was filled with music from our civilization. The committee’s choices demonstrate how photography used as a descriptive tool quickly comes up against its limits. The language of the images does not fulfill the criteria of a storyline or a didactic narrative. But this excursus also reveals our inclination to want to understand what our images depict, even if – in allusion to the quote from Loren Eiseley, which Jon Lomberg used in his essay in “Murmurs of Earth” – we are merely catching a reflection from the eye of a fellow human. No matter how narrow the confines of the photographic illustration may seem when it comes to providing a “formal” description, they still leave plenty of room for “informal” interpretation, room in which we can recognize ourselves.
Whether realising this will help us with the reception of this exhibition remains to be seen. These are images that struggle to be matter-of-fact. Our world illuminated from a distant star?

If such beings had not yet heard much about Earth, the record might prove not only readily understandable but also useful. And if they had by this remote time in the future learned much about Earth, the record would at least provide some psychological insights on what a few of us thought important to tell about ourselves.
– Jon Lomberg

Text: Oliver Krebs
Translation by Jennifer Taylor‐Gaid