EN | Siganal & Noise

Oliver Krebs ist einer der wenigen Vertreter der Street Photography, den man gleichermaßen subjektiv und konzeptuell nennen kann. In Signal & Noise (Signal & Rauschen) manifestiert sich sein Ringen um das fotografische Bild jenseits des zentrierten Blickes. Dabei denkt er – von der Malerei her kommend – das Bild als solches neu. Wenn das Motiv das »Signal« ist, dann interessiert den in Berlin lebenden Fotografen das »Rauschen«, welches dieses Signal überlagert. Seine Bilder scheinen sich immer wieder selbst aufzulösen, Bildebenen werden ineinander verflochten und der Betrachter wird schließlich zu einer neuen Form der Fotografie geführt.

Oliver Krebs sucht, ja forscht nach Bildern: So ist es schlüssig, dass er seinen Fotografien Textfragmente der großen Entdecker des 19. Jahrhunderts zur Seite stellt. Ein Dialog, in dem wir viel über unser Suchen und Sehen erfahren können.



Signal & Noise

Oliver Krebs is one of the few protagonists of street photography who one could describe as being both subjective and conceptual.
In Signal & Noise, his struggle for the photographic image beyond the centered view becomes manifest. With his roots in painting, he conceives the image as such from a new perspective. If the motif is the »signal,« then the Berlin based photographer is interested in the »noise« that overlays this signal. Time and again, his images appear to dissolve them selves, pictorial layers become interwoven, and the viewer is ultimately introduced to a new form of photography.

Oliver Krebs searches for, indeed researches, images: It is thus only logical that he juxtaposes his photographs with text fragments from the great explorers of the 19 th century. A dialog from which we can learn a great deal about our own searching and seeing.


Ausstellung | Exhibition

Signal & Rauschen
Galerie Greulich | Fahrgasse 22 | 60311 Frankfurt am Main
Eröffnung 22.11.2018 um 19:00 |  22.11.-28.11.2018

Buchbesprechung


Christiane Meixner | Tagesspiegel | 30.3.2019

Hoch auf die Zukunft.Oliver Krebs kam über die Kunst zur Fotografie,das merkt man seinen Motiven an. Obgleich es sich um klassische Street Photography handelt, die vom Zauber ungestellter Momente lebt und – idealerweise –ohne nachträgliche Bearbeitung auskommt, stellt sich bei Krebs nur selten dokumentarische Klarheit ein. Lieber fokussiert er Details, Strukturen oder Spiegelungen,die die konkrete Situation vieldeutig machen. So wie im Fall der Fotografie des Moskauer Fernsehturms, der mit seinen 540 Metern einmal das höchste Bauwerk der Welt war. Wie eine Rakete strebt das kühne Gebäude aus den sechziger Jahren empor, flankiert wird es vom Denkmal für die Eroberer des Weltraums–auch das ein Traum jener technikverliebten Ära, in der die Supermächte um ihre Vorherrschaft im Himmel buhlten.Die Zeit hat an jenen Visionen genagt: Der Fernsehturm hält bloß noch in Europa den Rekord, das sowjetische bemannte Mondprogramm wurde Ende der Sechziger eingestellt. Krebs scheint das Verstaubte jener Ideen wie eine ferne Erinnerung einzufangen.

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Profifoto | 15.3.2019

Mit seinen vielschichtigen Bildern, die gleichzeitig subjektiv und konzepturell anmuten, erschließt Oliver Krebs neues Terrain in der Street Photography.

Dabei denkt Krebs – von der Malerei her kommend – das Bild als solches neu. Er ringt um fotografische Bilder jenseits des zentrierten Blickes. Wenn das Motiv das „Signal“ ist, dann interessiert den in Berlin lebenden Fotografen das „Rauschen“, das dieses Signal überlagert. Dadurch scheinen sich seine Fotografien immer wieder selbst aufzulösen, Bildebenen werden ineinander verflochten und der Betrachter wird schließlich zu einer neuen Form der Fotografie geführt.
Oliver Krebs versteht sich als Bilderforscher. Und so ist es schlüssig, dass er seinen Fotografien Textfragmente der großen Entdecker des 19. Jahrhunderts zur Seite stellt, die mit diesen in einen fruchtbaren Dialog über das Suchen und das Sehen eintreten.
Oliver Krebs hat an der Städelschule in Frankfurt bei Per Kirkeby Malerei studiert und als Meisterschüler in der Bildhauerklasse von Georg Herold abgeschlossen. In seiner Fotografie geht er der Frage nach, was ein Bild zum Bild macht und welche Rolle die einzelnen Bildelemente dabei spielen.

www.profifoto.de
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Book Talk

Kehrer Galerie | Potsdamer Straße 100 | D-10785 Berlin
24.11.2018 um 19:00

Book Signings

Paris Photo 2018 | 8.11.2018 14:00, Stand SE06


Veröffentlicht im | published by Kehrer Verlag Heidelberg
Herausgegeben von  | Edited by Andreas Greulich
Text von |  by Oliver Krebs, Andreas Greulich
Mit Zitaten von | With quotes by Charles Darwin, Sir Humphry Davy, Michael Faraday, Alexander von Humboldt, James Clerk Maxwell
Gestaltet von| Designed by Kehrer Design

Halbleinenband | Half-cloth hardcover ca. 24 x 22 cm, ca. 96 Seiten | pages ca.70 Farbabbildungen | color illustration

DEUTSCH | ENGLISCH
ISBN 978-3-86828-883-4
Oktober | October 2018
ca. Euro 35,00

Hier erhältlich | Order from
Kehrer Verlag