Frank Dietschreit | kulturradio rbb

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Lynne Connolly | Shutter Hub

PHOTOBOOK FAVOURITES

The three opening images in Krebs book are clear signposts to an abstract way of viewing and interpreting the world. The viewer is invited to open their mind to the visual clues and signals that float through these images.  They are representations of Kreb’s worldview with space to linger and bring your own perspective.

The notion of a worldview underpins this work as Krebs draws on quotations and perspectives from a scientific realm, including Humboldt, Darwin, and Faraday. This underpinning weaves through social observations that draw on the need to reflect as well as observe. In this sense the work combines street photography with a quiet perspective. The narrative here is about connections and the viewer is allowed to make their own, the work doesn’t shout its message but gives room to have a visual dialogue. The cool observation of science is set against the internal dialogue we might have with ourselves and a way of navigating in the world.

It is a timely and yet timeless book, conflict, identity, citizenship and changing of boundaries is in constant change across the globe. The impact of political decisions and sense of lack of control is everywhere. Signal & Noise gives us permission to step back from it all and rethink what we see and how we see it.

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Christiane Meixner | Tagesspiegel

MEHR BERLIN

Hoch auf die Zukunft. Oliver Krebs kam über die Kunst zur Fotografie, das merkt man seinen Motiven an. Obgleich es sich um klassische Street Photography handelt, die vom Zauber ungestellter Momente lebt und – idealerweise – ohne nachträgliche Bearbeitung auskommt, stellt sich bei Krebs nur selten dokumentarische Klarheit ein. Lieber fokussiert er Details, Strukturen oder Spiegelungen, die die konkrete Situation vieldeutig machen. So wie im Fall der Fotografie des Moskauer Fernsehturms, der mit seinen 540 Metern einmal das höchste Bauwerk der Welt war. Wie eine Rakete strebt das kühne Gebäude aus den sechziger Jahren empor, flankiert wird es vom Denkmal für die Eroberer des Weltraums–auch das ein Traum jener technikverliebten Ära, in der die Supermächte um ihre Vorherrschaft im Himmel buhlten. Die Zeit hat an jenen Visionen genagt: Der Fernsehturm hält bloß noch in Europa den Rekord, das sowjetische bemannte Mondprogramm wurde Ende der Sechziger eingestellt. Krebs scheint das Verstaubte jener Ideen wie eine ferne Erinnerung einzufangen.

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Die Zeit

„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten“, das wusste bereits Goethe. Und wo wenig Licht und stattdessen tiefschwarzer Schatten ist, wird trotzdem fotografiert. Dies beweist zum Beispiel der Fotograf Oliver Krebs mit seinem Buch „Signal & Rauschen“, das im @kehrerverlag erschienen ist. Meistens wird der Schatten nur als Rauschsignal interpretiert, das die eigentliche Information eines Fotos überlagert. Bei Oliver Krebs rückt hingegen der Schatten selbst in den Fokus – und paradoxerweise auch ins Licht, das zum Fotografieren nötig ist. Diese Beleuchtung darf auch metaphorisch als das Licht der Erkenntnis gedeutet werden, die selbst eine Erfahrung des Dunkels mit sich bringen kann.

Erschienen auf Instagram

ProfiFoto Magazin

BÜCHER DES MONATS

Mit seinen vielschichtigen Bildern, die gleichzeitig subjektiv und konzepturell anmuten, erschließt Oliver Krebs neues Terrain in der Street Photography.

Dabei denkt Krebs – von der Malerei her kommend – das Bild als solches neu. Er ringt um fotografische Bilder jenseits des zentrierten Blickes. Wenn das Motiv das „Signal“ ist, dann interessiert den in Berlin lebenden Fotografen das „Rauschen“, das dieses Signal überlagert. Dadurch scheinen sich seine Fotografien immer wieder selbst aufzulösen, Bildebenen werden ineinander verflochten und der Betrachter wird schließlich zu einer neuen Form der Fotografie geführt.
Oliver Krebs versteht sich als Bilderforscher. Und so ist es schlüssig, dass er seinen Fotografien Textfragmente der großen Entdecker des 19. Jahrhunderts zur Seite stellt, die mit diesen in einen fruchtbaren Dialog über das Suchen und das Sehen eintreten.
Oliver Krebs hat an der Städelschule in Frankfurt bei Per Kirkeby Malerei studiert und als Meisterschüler in der Bildhauerklasse von Georg Herold abgeschlossen. In seiner Fotografie geht er der Frage nach, was ein Bild zum Bild macht und welche Rolle die einzelnen Bildelemente dabei spielen.

www.profifoto.de
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